Vorlesungsreihe vom Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien für Palliativmedizin
Der Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien für Palliativmedizin lädt mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin einmal im Quartal zur digitalen Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" ein.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und stehen allen fachlich Interessierten offen. Alle Verbundvorlesungen werden aufgezeichnet und sind hier zu finden:
Die Verbundvorlesungen finden viermal im Jahr und einmal pro Quartal statt. Wir informieren Sie hier immer aktuell über die nächsten Termine und Themen, sobald diese feststehen.
Palliativpatienten benötigen über verschieden lange Zeiträume Unterstützung mit unterschiedlichem Spezialisierungsgrad der Helfer.
Dabei wird davon ausgegangen, dass mehr als drei Viertel der Betroffenen eine allgemeine Palliativversorgung benötigen und dafür im ambulanten Setting Hausärzte und ambulante Pflegedienste die wichtigsten Akteure sind. Nicht selten jedoch werden Palliativpatienten in Symptomkrisen im Setting spezialisierter Palliativversorger betreut, weil die allgemeine ambulante Palliativversorgung bisher nicht bzw. nur unzureichend wirksam wurde.
Was wäre nötig gewesen? Wie können palliative Versorgungsbedarfe rechtzeitig erkannt und kommuniziert werden? Was brauchen in der allgemeinen Palliativversorgung Engagierte, um ihrer Rolle als Primärversorger in der Palliativmedizin gerecht werden zu können?
Der Dialogvortrag bringt die Perspektiven und Erfahrungen einer Hausärztin und die einer SAPV-Ärztin zusammen und geht der Frage nach, was Palliativpatienten und eine zukunftsfähige AAPV brauchen.
Referentinnen
Ute Hartenstein, FÄ für Innere Medizin, ZB Palliativmedizin, Hausarztpraxis Weinböhla
Dr. med. Barbara Schubert, FÄ für Innere Medizin, ZB Geriatrie, Palliativmedizin, JOSUA Palliativzentrum Dresden
Fortbildungspunkte
Sind beantragt für Ärzte bei der Landesärztekammer sowie für Pflegende bei der Registrierung beruflich Pflegender.
Teilnahme
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Teilnahmebescheinigung
Erhalten Sie auf Wunsch. Bitte senden Sie und nach der Veranstaltung eine E-Mail (ggf. unter Angabe der EFN-Nummer) an:
info@palliativakademie-dresden.de
Veranstaltungsort
Online-Live-Vorlesung im Videokonferenzformat via Zoom-Meeting
Der Veranstaltungslink wird vor Beginn der Veranstaltung auf dieser Website bereitgestellt.
Thema
Krebs im Alter, ändert sich die Therapie?
Referent
Prof. Dr. med. Andreas H. Jacobs, Johanniter Kliniken Bonn / Universitätsklinikum Bonn
Weitere Informationen folgen.
Thema
Überversorgung und Ressourcenknappheit: Die rechtliche Perspektive
Referent
Prof. Dr. jur. Gunnar Duttge, Juristische Fakultät, Georg-August-Universität Göttingen
Weitere Informationen folgen.
Thema
Möglichkeiten zur Therapie der Atemnot bei fortgeschrittenen Erkrankungen
Referent
Prof. Dr. med. Claudia Bausewein, Klinik für Palliativmedizin, LMU München
Weitere Informationen folgen.
Medikamente sind integraler Bestandteil der Palliativversorgung und eröffnen uns viele Behandlungsoptionen. Gleichzeitig stellt jedes Arzneimittel jedoch auch eine potentielle Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten dar.
Nebenwirkungen sind mitunter schwer von Erkrankungssymptomen zu unterscheiden, herkömmliche Applikationswege kommen nicht in Frage und wissenschaftlich fundiert untersuchte Therapieoptionen fehlen. Die Arzneimitteltherapie bedarf daher kontinuierlicher Aufmerksamkeit.
Der Vortrag gibt Einblicke in Chancen und Risiken der palliativmedizinischen Arzneimitteltherapie. Strategien zur sicheren Therapieplanung werden vorgestellt und Impulse zur Reflexion der eigenen Praxis gesetzt.
Referentin
PD Dr. rer. biol. hum. Constanze Rémi, MSc, Leiterin Kompetenzzentrum Palliativpharmazie, Klinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München
Fortbildungspunkte
Sind beantragt für Ärzte bei der Landesärztekammer sowie für Pflegende bei der Registrierung beruflich Pflegender. Die Vorlesungen werden in Verbindung mit einer ergänzenden Reflexion für das Mildred Scheel Diplom anerkannt.
Teilnahmebescheinigung
Erhalten Sie auf Wunsch. Bitte senden Sie und nach der Veranstaltung eine E-Mail (ggf. unter Angabe der EFN-Nummer) an:
christophorus-akademie@med.uni-muenchen.de
Die selbstbestimmte Entscheidung von Patientinnen und Patienten hat ethisch und rechtlich einen hohen Stellenwert. Doch was geschieht, wenn nicht einwilligungsfähige Patientinnen und Patienten indizierte Maßnahmen ablehnen und sich dadurch gesundheitlich selbst gefährden oder durch ihr Verhalten eine Gefährdung für andere darstellen? Dürfen Ärztinnen/Ärzte und Pflegekräfte dann gegen den aktuellen, nicht selbstbestimmten Willen handeln?
Diese Frage stellt sich in vielen Bereichen der Medizin. Beispiele aus der Palliativmedizin sind der verwahrloste Patient, der in seiner vermüllten Wohnung bleiben möchte, obwohl dort keine angemessene palliative Versorgung möglich ist, oder die psychotische Palliativpatientin, die in ihrem Wahn sich und andere gefährdet.
Der Vortrag beleuchtet professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Autonomie, Fürsorge und Gerechtigkeit, zeigt die ethischen und rechtlichen Voraussetzungen für Zwangsmaßnahmen auf und diskutiert, inwiefern Zwang mit dem Grundgedanken von Palliative Care vereinbar ist.
Referent
Prof. Dr. phil. Alfred Simon, Geschäftsführer der Akademie für Ethik in der Medizin und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitee, Universitätsmedizin Göttingen
Fortbildungspunkte
Sind beantragt für Ärzte bei der Landesärztekammer sowie für Pflegende bei der Registrierung beruflich Pflegender. Die Vorlesungen werden in Verbindung mit einer ergänzenden Reflexion für das Mildred Scheel Diplom anerkannt.
Teilnahmebescheinigung
Erhalten Sie auf Wunsch. Hierfür wird Ihr Name und ggfls. die EFN-Nummer benötigt. Bitte nutzen Sie zur Angabe die E-Mail-Adresse: akademie.palliativzentrum@med.uni-goettingen.de
Lange Zeit wurde der Zugang zur Hospiz- und Palliativversorgung vor allem für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen ermöglicht, während solche mit anderen Erkrankungen oft nicht diesen Zugang fanden. „Das ist doch gar kein Palliativpatient“ kann man auch heute noch hören, wenn ein solcher Patient mit chronischer Erkrankung in der spezialisierten Palliativversorgung angemeldet wird.
Andererseits sind für die Hospiz- und Palliativversorgung von chronischen lebenslimitierenden Erkrankungen nicht alle Erfahrungen aus der Versorgung von Tumorerkrankungen zu übertragen. Lukas Radbruch berichtet über die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Versorgung von neurologischen Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Herzinsuffizienz.
Bei anderen Erkrankungen ist der Stellenwert der Hospiz- und Palliativversorgung noch unklar, zum Beispiel bei Menschen mit Demenz oder in letzter Zeit bei schweren Post-Covid-Fällen. Die Herausforderungen aus den Grenzbereichen erweitern das Spektrum der Hospiz- und Palliativversorgung, erfordern aber auch neue Versorgungskonzepte.
Referent
Prof. Dr. Lukas Radbruch, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Helios Klinikum Bonn und Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn
Fortbildungspunkte
Sind beantragt für Ärzte bei der Landesärztekammer sowie für Pflegende bei der Registrierung beruflich Pflegender. Die Vorlesungen werden in Verbindung mit einer ergänzenden Reflexion für das Mildred Scheel Diplom anerkannt.
Teilnahmebescheinigung
Erhalten Sie auf Wunsch. Hierfür wird Ihr Name und ggfls. die EFN-Nummer benötigt. Bitte nutzen Sie zur Angabe die E-Mail-Adresse: akademie-palliativ.bonn@helios-gesundheit.de
Der Vortrag rückt die gesellschaftliche Dimension – das Miteinander – im Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer in den Mittelpunkt.
Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse wird erläutert, welchen Herausforderungen Menschen im Zusammenhang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer begegnen und welchen Unterstützungsbedarf sie haben. Zudem wird dargestellt, wie partizipative Ansätze dazu beitragen, die Begleitung von Betroffenen, Angehörigen und Unterstützenden zu verbessern und Einsamkeit und sozialer Isolation in schwierigen Zeiten entgegenzuwirken.
Vorgestellt werden außerdem konkrete Bausteine für den Aufbau einer Caring Community am Beispiel Köln, deren Entwicklung seit 2018 kontinuierlich vorangetrieben wird. Dazu gehören z.B. die Vernetzung und das Vorantreiben gemeinsamer Projekte mit bestehenden Organisationen der Palliativ- und Hospizversorgung mit kommunalen oder privatwirtschaftlichen Initiativen, ebenso wie niedrigschwellige und neuartige Angebote und Formate, die die Themen schwere Krankheit, Sterben, Tod und Trauer stärker in die Öffentlichkeit tragen. Der Vortrag richtet sich an Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte, die sich gemeinsam für eine mitfühlende Gemeinschaft für Menschen in schweren Lebenslagen einsetzen möchten.
Referentinnen
Karin Ohler, Projektleiterin Caring Community Köln
PD Dr. Dr. Julia Strupp, Forschungskoordinatorin, Zentrum für Palliativmedizin, Uniklinik Köln
Fortbildungspunkte
Sind beantragt für Ärzte bei der Landesärztekammer sowie für Pflegende bei der Registrierung beruflich Pflegender. Die Vorlesungen werden in Verbindung mit einer ergänzenden Reflexion für das Mildred Scheel Diplom anerkannt.
Teilnahmebescheinigung
Erhalten Sie auf Wunsch. Hierfür wird eine E-Mail mit Ihrem Namen und ggfls. der EFN-Nummer benötigt. Diese Angaben schicken Sie bitte an msa@krebshilfe.de
Vier Termine im Jahr