1-Tages-Workshop
22.06.2027, 9:00 – 15:30 Uhr
Der eintägige Workshop verbindet kurze alltagstaugliche Methoden der körperorientierten Selbstregulation mit der Reflexion krisenhafter beruflicher Situationen. An Beispielen unter anderem aus Palliative Care wird untersucht, was in hochbelastenden Momenten mit Wahrnehmung, Körper und Kommunikation geschieht und welche Möglichkeiten Mitarbeitende haben, frühzeitig gegenzusteuern.
Menschen in medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Arbeitsfeldern begegnen täglich Situationen, die ein hohes Maß an fachlicher und emotionaler Präsenz verlangen. Zeitdruck, komplexe Entscheidungen, leidende oder sterbende Menschen, herausfordernde Gespräche mit Angehörigen sowie die eigene emotionale Beteiligung gehören vielerorts zum beruflichen Alltag.
Professionelles Handeln bedeutet dabei nicht, Belastungen nicht zu spüren. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, auch unter Anspannung wahrnehmungs-, kommunikations- und handlungsfähig zu bleiben – und nach belastenden Situationen wieder in einen regulierten Zustand zurückzufinden.
Im Mittelpunkt stehen keine aufwendigen Entspannungsverfahren, sondern kurze Interventionen, die sich realistisch in den Berufsalltag integrieren lassen: körperorientierte Regulation, Atem- und Wahrnehmungsübungen, kurze Bewegungssequenzen, Techniken zur Orientierung und Fokussierung sowie Möglichkeiten zur bewussten Unterbrechung von Stressreaktionen.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation in angespannten und krisenhaften Situationen. Denn Belastung verändert nicht nur das eigene Erleben, sondern auch Sprache, Wahrnehmung und Beziehungsgestaltung. Die Teilnehmenden erproben Möglichkeiten, auch unter emotionalem Druck klar, zugewandt und professionell zu kommunizieren.
Selbstfürsorge wird dabei ausdrücklich nicht als privates Wellnesskonzept verstanden. Sie wird als Bestandteil professioneller Selbststeuerung betrachtet: eigene Belastungszeichen wahrnehmen, persönliche Grenzen erkennen, vorhandene Ressourcen aktivieren und nach herausfordernden Situationen Wege zur Regulation finden.
Der Workshop verbindet fachlichen Input, Selbsterfahrung, praktische Übungen und Reflexion. Ziel ist es, den Teilnehmenden einen Werkzeugkoffer zur Verfügung zu stellen, aus dem sie individuell passende Strategien für ihren Arbeitsalltag auswählen können.
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Mitarbeitende aus medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und psychosozialen Arbeitsfeldern sowie an Teams, die regelmäßig mit emotional oder kommunikativ herausfordernden Situationen konfrontiert sind.
Inhalte
- Belastung und Stressreaktionen im medizinischen Arbeitsalltag
- Selbstregulation in akuten Belastungssituationen
- kurze körperorientierte Entspannungs- und Regulationstechniken
- Krisensituationen und emotionale Belastung am Bsp. Palliative Care
- Kommunikation unter Stress
- Wahrnehmung eigener Belastungsgrenzen und Frühwarnzeichen
- Selbstfürsorge als Bestandteil professionellen Handelns
- Transfer geeigneter Mikrointerventionen in den eigenen Berufsalltag
1-Tages-Workshop
22.06.2027, 9:00 – 15:30 Uhr
Kursleitung
Britta Freitag, Kinderkrankenschwester, Praxisbegleiterin für Basale Stimulation® in der Pflege, Entspannungspädagogin und Gesundheitsmanagerin (IHK)
Kursgebühr
Die Kosten für das Seminar belaufen sich auf 150,- € inkl. überwiegend digitalen Kursmaterialien und Pausengetränken. Sie sind vor Kursbeginn und nach Rechnungsstellung zu überweisen.
Anmeldungen
Schriftlich bis spätestens 22.05.2027: Anmeldeformular
Der Kurs findet statt, wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht wurde. Es gelten unsere Allgemeinen Teilnahmebedingungen.
Bescheinigung und Zertifizierung
Für die Teilnahme erhalten Sie 8 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender ®.
Zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber oder beim Finanzamt erhalten Sie am Ende eine Bescheinigung über Ihre Teilnahme.
Eintägiger Workshop